Powerhack für den 900AP+ und Vendors in Hardwareversion A + B

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Achtung ! Benutzung der unten genannten Firmware, bzw. des Hardwarehacks auf eigene Gefahr!
Hierdurch erschlischt unter Umständen die Garantie und/oder die Betriebserlaubnis des Gerätes !
Die Beschreibung soll lediglich das technisch- theoretisch mögliche aufzeigen.
 

Firmwarehack:
Die Sendeleistung des AP900+ Hardwareversion A + B lässt sich ja im Performancemenü regeln.
Je nach Firmwarestand lässt sich die Sendeleistung auf bis zu 19 dB einstellen.
Neuere Firmwareversionen ermöglichen nur eine Einstellung bis 17 dB.

Einige findige Leute haben nun Wege gefunden, diese Softwareregelung zu beinflussen.
Auf der folgenden Seite gibt es eine modifizierte Firmwareversion 2.61, die ganz nebenbei auch nicht mehr
den bei der 2.61 bekannten Bug zur Antennenauswahl enthält (!!)


Hier der Link zur Webseite :             
DWL-900AP+ Firmware Power Hack

Direkter Download der Firmware:    Power Hack Firmware 2.61 Antenna Selection


   
  Hardwarehack:
Eine andere Alternative ist ein Hardwarehack, den ich freundlicherweise von Jürgen übermittelt bekam.

Die Durchführung ist, eine ruhige "Löthand" vorausgesetzt, relativ easy, da für diesen Hack lediglich im HF-Teil
zwei Pins an einem Bauteil kurzgeschlossen werden müssen.
Das HF-Teil widerum befindet sich in der PCMCIA-Karte innerhalb des 900AP+ Hardwareversion A + B.
Diese ist zu diesem Zwecke auszubauen und zu öffnen. Näheres zur Demontage -->  hier

 
Hier ein Blick ins geöffnete HF-Gehäuse, indem der Hack durchgeführt wird.
Hier die genaue Position der beiden Pins, die man miteinander verbinden muss.
Hier noch zwei .pdf  Dateien mit technischen Daten die ich von Jürgen erhielt.

Im folgenden werde ich Teile der Mails die ich von Jürgen erhielt, hier wiedergeben.


  • Die Sendeleistung des DWL900AP+ wird durch eine Spannung am HF-vorverstärker im IC RF2948
    eingestellt, welche durch einen ADC des Prozessors erzeugt wird.

    Schaut man sich das Datenblatt des RF2948 an, so sieht man, dass Pin 8 des Chips ein analoger eingang ist,
    der den Vorverstärker mit einer Spannung in der Leistung einstellt.

    Nimmt man nun unter Firmware 252 (261 stellt einen festen Spannungswert ein, egal, welches Sendeleistung man einstellt; weiss Gott warum) die Sendeleistung um, kann man an dem Pin eine Änderung der Spannung messen.

    Pin 7 des ICs ist VCC (ca. 2,8 Volt)

    Schliesst man nun Pin 7 und 8 kurz, so stellt man maximale verstärkung am Vorverstärker ein. Technisch ein völlig legaler Zustand. Natürlich überzeugt man in dem Moment den DAC davon, eine falsche Spannung abzugeben. :-)
    Der Überzeugungsstrom liegt aber unter 1 mA, was auf einen Widerstand zum DAC hin schliessen lässt und einen
    "nicht zertörerischen" Strom darstellt.

    Ergebnis ist ein deutlich höhere Reichweite und eine deutlich stärkere Störung meines 2,4 Ghz TV-schnurlossets :-)

    Die Sendeleistung habe ich irgendwann mal berechnet, da ein Maxim HF-Amp dahinter steckt (find den typ jetzt nicht) und sollte nach der Modifikation bei unveränderlichen 22,5 dBM liegen.

    Anbei ein Foto zur überbrückung von Pin 7+8 und das Datenblatt des Chips.

    MfG Juergen

  • Alle (meine) Geräte laufen mit kurzgeschlossenem Chip, also mit voller Leistung. Bisher gabs keine Probleme...

    Ich denke schon, dass der HF-Endverstärker mehr abwärme erzeugt, denn der Stromverbrauch
    steigt durch das Tuning messbar an, was letztendlich zu mehr Wärme und Sendeleistung führt.
    Der Chip hat ja auch keinen anderen Weg, als seine Wärme über seine 12 Lötkontakte abzuführen.
    Ich werde mal einen offen laufen lassen und einen Dauertransfer darüber laufen lassen.
    Mal sehen, wie stark die Erwärmung ist. Ich habe allerdings noch keine rechte Idee, wie man diese Wärme
    besser abführen könnte. In der Nähe des Chips wirkt sich jedes Metall als eine stark Resonanzverändernde Kapazität.
    Vielleicht sollte man den Chip mit "nicht leitender!!! zäher Wärmepaste" an den kleinen Deckel des HF-Teils koppeln.
    Das würde auf jedenfall einiges an Wärme abgeben.
    Die Leistungssteigerung ist bedeutend.
    Ich sehe es einerseits an der Stromaufnahme und andereseits an der Reaktion meines 2,4 Ghz TV-Übertragers,
    der bei einem Dauerdatenstrom im W-Lan nix mehr vom TV-Programm zeigt. Vor dem Hack konnte man noch gut ein Bild erkennen...

    Die Leistung müsste man berechnen können.
    Im Datenblatt sind Diagramme zur Leistung bei TxVGC zu sehen.
    Wenn die Kreise nach der empfehlung des Datenblattes designed sind (davon ist schwer auszugehen, da
    man schön erkennen kann, daß die Vorschläge im Datenblatt 1:1 in den GL2422 übernommen wurden)
    dann bekommt der PA im 2948 -10dBm an den Eingang.
    Bei TxVGC = 2.8 Volt ist dessen V = 12dB; macht dann +2dBm an dessen Ausgang.
    Der Max2242 kann bis hin zu 28.5 dBm verstärken, ist aber mit 26,5dBm Ausgangsleistung gesättigt...

    Ich denke schon, dass die Ausgangsleistung über 22dBm liegt, also so um die 150mW betragen könnte.

    Alle meine "DWLs" :-) laufen seit über 1/2 Jahr störungsfrei mit diesem Tuning.

    Übrigens habe ich mit 2 Quad-antennen und originalem DWL über eine entfernung von ca. 3km freie Sicht
    so grade eine Verbindung aufbauen können. Da sollte mit dem Hack und 2 Quads 800m locker drinne sein !

    MfG Juergen

  • Der HF-Teil der DWL650+ ist exakt gleich aufgebaut.
    Ich habe bisher folgende AP umgebaut, die sich im HF-Teil völlig gleichten:
    D-Link DWL900AP+
    Wisecom 22MBit
    Syslink WAP22 V2.2

    hat alles bestens geklappt.
    Das Foto gilt also für alle oben aufegführten W-Langeräte.
    Ich bin sicher, dass Global Suntech den HF-Teil nirgends anders aufgebaut hat...

  • Ich hebe den Txvgc per Hardware auf Vmax.
    Die Software stellt den DAC auf maximale Ausgangsspannung...
    Ich glaube kaum, dass da ein riesiger Unterschied ist.
    Vorteil des HHs ist, dass der VV wirklich auf max eingestellt wird. Sicher ein
    paar Prozent mehr, als der SH.

    Nachteil ist, das der HH keine Änderung der Leistung mehr zulässt...

    Die Frage ist nur, welche Teile der Firmware wirken noch auf diesen DAC ?

    Dann nämlich ist diese gepatchte Firmware nicht immer wirksam.
    Du stelltest ja bereits fest, dass der D die Leistung bei Wärme runter regelt.

    Das könnte dann immernoch greifen.
    Ich habe nur einen D-Link, der aktiv und noch nicht umgebaut ist.
    Der sitzt mit einer Brillenantenne draussen unterm Gibel.

    Dem habe ich die gepatchte Firmware eingespielt und mit meinem Laptop
    gemessen.
    Der Laptop zeigt tatsächlich ein 8-10 % stärkeres Empfangssignal an.

    Leider habe ich keinen derartigen Vergleich für meinen Hardwarehack.

    MfG Juergen

  • Ich habe mir gerade mal die Arbeit gemacht und habe die Spannung am TxVgc
    bei den verschiedenen Einstellungen nachgemessen:

    12,5% 10dBm: 1,10 V
    25% 12dBm: 1,15 V
    50% 15dBm: 1,42 V
    100% 17dBm: 1,53 V
    MaxPower: 2,05 V (Softwarehack)
    Hardwarehack: 2,83 V

    Ich gehe also davon aus, dass der Hardwarehack doch noch etwas mehr an
    Sendeleistung zur Verfügung stellt...

    MfG Juergen

  • Ich habe eine Karte offen betrieben und eine Dauersendung
    provoziert.

    Dabei wurde die Sendeendstufe nicht mehr, als Handwarm (mit meinem Hardwaretuning)
    Auf der gesamten Karte ist mit Abstand der ACX100, also der riesen Chip vorne
    die stärkste Heizung...

    Ich glaube, dass eine Kühlung der Sendeendstufe überhaupt nicht nötig ist.
    Die führt über ihre 12 Lötpunkte und das Kupfer der Platine genug Wärme ab,
    um auch bei 40 Grad umgebungstemperatur noch nicht zu warm zu werden.

    Dann habe ich eine PCMCIA-Karte (DWL650+) statt der Originalkarte in den Accesspoint gesteckt
    und siehe da, das funktionierte tadellos.
    Auch die Wisecom-PCMCIA-Karten funktionierten einwandfrei in einem Accesspoint...
    Unter "Status" wurde sogar die neue Mac unter "Wireless" angezeigt.
    Wem die Karte also mal kaputtgeht, kann einfach eine PCMCIA-Karte der gleichen Sorte einschieben;
    die gibts ja schon für kleines Geld...

    MfG Juergen

Kommentar von steve_m:

Auf der Seite des Software-Powerhack wurden auch Messergebnisse zum Hardwarehack veröffentlicht, jedoch waren diese nicht allzu erfreulich. Die Sendeleistung nahm zwar zu, jedoch hat sich auch die Sendeleistung der Seitenbänder stark erhöht.

Messung mit normaler Einstellung (100%, 17dBm)
Messung mit Hardware-Powerhack

Näheres erfahrt ihr auf der oben gennanten Seite.